Die Große Unbekannte – Baunebenkosten

Was glaube ich viele Bauherren als große Unbekannten kalkulieren müssen, sind die Baunebenkosten. Diese fallen natürlich abhängig von Lage, Region und Bauvorhaben recht unterschiedlich aus. Um mal einen Eindruck zu vermitteln, möchte ich euch unsre Baunebenkosten einmal darlegen.

Wir haben ein rd 500m² großes Grundstück und Bauen darauf ein Haus mit etwa 170m² auf Bodenplatte. Zudem soll eine Garage errichtet werden und da im Bebauungsplan vorgeschrieben eine Zisterne.

Wir bauen im Rhein Main Gebiet.

Kosten wie Notar, Amtsgericht, Grunderwerbssteuer und unsere Preise für Haus und Grundstück werde ich nicht aufführen, da dies zum einen gut kalkulierbar ist und zum anderen davon abhängt, was ihr euch aussucht.

Wir sind aktuell bei dem Stand, fertiggestellte Bodenplatte; Tiefbau ist noch nicht ganz abgeschlossen. Ich werde die Aufstellung immer (zeitnah 😉 ) aktualisieren.

Amtsgericht Gebühr für KFW Darlehen: 320,-

Notar für KFW Darlehen: 504,-

Standrohr und Bauwasser bis (Fertigstellung Bodenplatte) jetzt 150,-

Tiefbau (noch nicht abgeschlossen) 50.000; Architekt hat 30.000 geschätzt; Angebot belief sich auf rd. 40.000,-

Freistellungsauftrag ( wir haben keine Bauantrag da wir uns zu 100% an den Bebauungsplan halten: 60,-

WVR: 423,-

EWR: 542,-

Telekom: 900,-

Abwasser: 150,-

Garage mit Fundament: 17.000,- (wir haben eine größere Garage, mit Abstellraum)

Architekt von WeberHaus: 7.500,- + 253 für Anträge bei Versorgern

Bürgersteig Sperrung: 72,-

Fertighausexperte: 700,- (haben wir genommen, weil 3 Anbieter in der engeren Auswahl standen, kann man sich meier Meinung nach schenken. Die Argumente die für und gegen die unterschiedlichen Anbieter waren, bekommt man selbst raus. Hatten hier mehr Insider oder Expertenwissen erwartet.

Baustrom: 500

Bodengutachten: 1550

Vermesser: 2500

Außenanlage: 20.000 (kalkulieren wir)

2 Gedanken zu „Die Große Unbekannte – Baunebenkosten“

  1. Guten Abend zusammen,
    was habt ihr unter dem Posten „Tiefbau“ denn alles zusammengefasst?

    Und wie erklären sich die großen Preisunterschiede zwischen kalkuliertem und tatsächlichem Preis?

    LG 🙂

  2. Hallo Philipp,l

    Tiefbau sind bei uns natürlich der Aushub der Baugrube sowie diverser Schächte. Ebenfalls wurde vom Tiefbauer die Zisterne gemacht sowie das Schottern unterschiedlicher Wege, Terrasse und weitere Flächen die gepflastert werden.
    Zudem wurden die Grundstück Grenzen festgelegt und zum Teil gesichert (mit L Steinen eine Seite ca 30m)

    Den Großteil des enormen Preis Unterschied ist entstanden, weil erst im Nachgang fest gestellt wurde, dass statt 15m Katensteine, L Steine zu setzen sind sowie das die Baugrube wegen des Baumes viel tiefer als geplant ausgehoben und im Anschluss wieder mit Schotter aufgefüllt werden musste.
    Hier hätte nach meinem Empfinden die Ausschreibung dies bereits berücksichtigen müssen. Es war bekannt, dass ein großer Baum auf dem Grundstück stand. Aufgrund voran gegangener Ortstermine hätte auch die Thematik mit den L Steinen im Angebot berücksichtigt werden müssen, wenn man ein ehrliches Angebot abgegeben hätte.
    Dann wurden die Kosten weiter in die höhe getrieben, da unsere Erde schlechter eingestuft wurde von der Deponie als vom Bodengutachten (Der TOC Gehalt weswegen unsere Erde schlechter eingestuft wurde war von Beginn an bekannt) und der Tiefbauer viele kleine Beträge in Rechnung gestellt hat wie Bspw Warnbarken, Bau Strasse reinigen mehrfaches Abfahren von Bauschutt in kleine Etappen, Erde von einem Grundstück auf das zweite (Nachbar) zwecks Zwischenlagerung transportieren.
    Wenn du gebaut hast, oder gerade baust oder einen Bau planst, wirst du merken, wie viele kleine Beträge deine Budget belasten.

    Viele Grüße Franziska

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.